Mark Burgelo
Gründer, MILVIAN
„Social Media ist was für Influencer, nicht für mich." Der Satz fällt in fast jedem Erstgespräch mit einem Handwerksbetrieb. Und er ist falsch — ausgerechnet im Handwerk funktioniert es besonders gut.
Der Grund ist simpel: Ihre Ergebnisse sind sichtbar. Ein neues Bad, eine renovierte Fassade, eine fertige Veranda. Das erklärt sich von selbst, und genau das ist die Währung dieser Kanäle.
Warum es sich lohnt
Ihre Arbeit verkauft sich allein. Vorher-Nachher braucht keinen Text. Bei erklärungsbedürftigen Dienstleistungen ist das anders — Sie haben es hier leichter als die meisten.
Reichweite in der Region, ohne Werbebudget. Die Kanäle zeigen Inhalte bevorzugt Leuten in der Nähe. Regelmäßig posten reicht, um örtlich sichtbar zu werden.
Vertrauen vor dem ersten Kontakt. Kunden googeln Sie, bevor sie anrufen — auch die, die über Empfehlung kommen. Was sie dann finden, entscheidet, ob die Empfehlung trägt. Ein aktives Profil mit echten Projekten beantwortet die Frage „sind die seriös" ohne ein Wort.
Wie viel Aufwand das wirklich ist
- Zwei bis drei Beiträge pro Woche reichen für den Anfang. Mehr ist nicht besser, wenn es dafür unregelmäßig wird.
- Handyfotos genügen. Echt schlägt perfekt, und zwar deutlich.
- Etwa 30 Minuten pro Woche, wenn Sie es selbst machen — vorausgesetzt, Sie fotografieren nebenbei mit.
Der letzte Punkt ist der entscheidende. Wer sich einmal pro Woche hinsetzt und überlegt, was er posten könnte, hört nach sechs Wochen auf. Wer bei jedem fertigen Auftrag zwei Fotos macht, hat immer Material.
Ein Plan in dreißig Minuten
Ein Ziel. Mehr Anfragen? Bekanntheit? Mitarbeiter finden? Eins, nicht drei. Danach richtet sich alles Weitere.
Eine Plattform. Nicht drei.
- Instagram — visuell, gut für Handwerk und Gastronomie, jüngeres Publikum
- Facebook — örtliche Gemeinschaft, ältere Zielgruppe, in ländlichen Regionen unterschätzt
- LinkedIn — wenn Ihre Kunden Unternehmen sind
- Pinterest — funktioniert anders als alle anderen, mehr dazu hier
Drei feste Tage. Zum Beispiel Montag Wissen, Mittwoch Projekt, Freitag persönlich. Feste Tage nehmen die Entscheidung raus, und die Entscheidung ist das, was Zeit frisst.
Eine Zahl, die Sie prüfen. Nicht Likes. Anfragen. Einmal pro Woche.
Was Sie posten, wenn Ihnen nichts einfällt
Die Liste, die wir Kunden mitgeben:
Zeigen, was Sie tun
- 1Vorher-Nachher — funktioniert immer
- 2Ein Projekt im Detail
- 3Zeitraffer eines Arbeitsschritts
- 4Nahaufnahme eines Details, auf das Sie stolz sind
- 5Das Werkzeug, das niemand kennt
Zeigen, wer Sie sind
- 1Das Team, mit Namen
- 2Die Werkstatt
- 3Der Lehrling im ersten Jahr
- 4Wie Sie zu diesem Beruf gekommen sind
- 5Ein Fehler und was Sie daraus gelernt haben
Nützlich sein
- 1Ein Tipp aus Ihrem Fach
- 2Ein verbreiteter Irrtum, aufgeklärt
- 3Die Frage, die Kunden Ihnen ständig stellen
- 4Woran man gute Arbeit erkennt
- 5Was ein Angebot enthalten sollte
Anlässe
- 1Abgeschlossenes Projekt
- 2Neues Fahrzeug, neue Maschine
- 3Ein rundes Jubiläum
- 4Eine Rückmeldung, die Sie gefreut hat
- 5Ein Kunde, den Sie vorstellen dürfen
Kurzvideos
Kurze Videos bekommen auf den meisten Kanälen mehr Reichweite als Standbilder — wie viel genau, hängt vom Kanal und vom Zeitpunkt ab, dazu kursieren viele Zahlen und wenig Belastbares. Was in der Praxis zählt:
- Die ersten zwei Sekunden entscheiden. Kein Vorspann, kein Logo — sofort das Interessante.
- 15 bis 30 Sekunden. Lang genug für Inhalt, kurz genug zum Zuendeschauen.
- Hochkant, Vollbild.
- Text im Bild. Ein großer Teil schaut ohne Ton, gerade unterwegs.
- Am Ende sagen, was passieren soll. Anrufen, schreiben, speichern.
Wo KI hilft und wo nicht
KI ist gut für Entwürfe: Bildunterschriften, Textvorschläge, Ideensammlungen. Sie nimmt Ihnen das leere Blatt.
Was sie nicht kann: Ihre Geschichten erzählen. Sie war nicht auf der Baustelle, kennt den Kunden nicht und weiß nicht, warum dieser eine Auftrag schwierig war. Genau das ist aber, was Leute lesen wollen.
Die Regel, die sich bei uns bewährt hat: KI für die Vorarbeit, der letzte Schliff von Ihnen. Ein Text, der komplett aus dem Automaten kommt, liest sich auch so — und in einer Branche, in der Vertrauen die Währung ist, ist das teuer.
Wenn Sie es abgeben wollen
Wir übernehmen das komplett: Planung, Produktion vor Ort, Veröffentlichung, Auswertung. Ein Drehtag bei Ihnen liefert Material für mehrere Wochen — das ist der Unterschied zwischen „wir versuchen es" und „es läuft".
Mehr dazu auf unserer Seite zu Content und Social Media oder im kostenlosen Erstgespräch.
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