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Webdesign8. Juli 20267 Min.

Warum Ihre Website keine Anfragen bringt

Mark Burgelo

Gründer, MILVIAN

Sie haben Geld in eine Website investiert. Sie sieht professionell aus, die Fotos stimmen, das Logo sitzt. Und trotzdem: keine Anfragen. Kein Anruf. Nichts.

Das liegt fast nie am Design. Es liegt daran, dass eine Website zwei völlig verschiedene Aufgaben hat — gut aussehen und Anfragen erzeugen — und die zweite bei der Planung meistens untergeht. Was uns in Website-Checks immer wieder begegnet, sind dieselben sechs Punkte.

1. Es ist nicht klar, was der Besucher tun soll

Der häufigste Fehler, und der mit Abstand am billigsten zu beheben. Die Seite informiert ausführlich, fordert aber nie zu etwas auf. Der Besucher liest, nickt, geht.

Jede Seite braucht einen klaren nächsten Schritt. Nicht drei gleichrangige, sondern einen: „Kostenloses Erstgespräch", „Angebot anfordern", „Anrufen". Sichtbar, ohne Scrollen erreichbar, in einer Farbe, die sich vom Rest abhebt.

Der schnellste Gewinn überhaupt: ein WhatsApp-Knopf auf jeder Seite. Das ist in zehn Minuten eingebaut, und bei Handwerk und Dienstleistung senkt es die Hemmschwelle spürbar — viele Leute schreiben lieber, als anzurufen.

2. Die mobile Version ist die zweite Geige

Bei den lokalen Betrieben, die wir betreuen, kommt regelmäßig der weitaus größte Teil der Besucher vom Smartphone — meist deutlich über zwei Drittel. Prüfen Sie es in Ihrer eigenen Statistik nach, die Zahl überrascht die meisten.

Wenn die Seite trotzdem am Schreibtisch entworfen wurde und mobil nur „auch funktioniert", verlieren Sie genau dort, wo die Mehrheit ankommt. Typische Symptome: Knöpfe zu klein für einen Daumen, Telefonnummer nicht antippbar, Formular mit acht Feldern, Text so klein, dass man zoomen muss.

Bauen Sie von der kleinsten Bildschirmgröße nach oben, nicht umgekehrt.

3. Sie ist zu langsam

Ladezeit und Absprungrate hängen messbar zusammen — je länger es dauert, desto mehr Besucher sind weg, bevor die Seite überhaupt steht. Konkrete Prozentzahlen dazu kursieren viele; welche für Ihre Seite gilt, sehen Sie nur in Ihrer eigenen Statistik.

Die häufigsten Bremsen sind unspektakulär: Fotos, die direkt aus der Kamera hochgeladen wurden und mehrere Megabyte wiegen. Ein Baukasten, der auf jeder Seite dieselben zwanzig Skripte lädt. Schriftarten von fremden Servern.

Prüfen können Sie das kostenlos mit Googles PageSpeed Insights — oder mit unserem Website-Check, der Ihnen das Ergebnis in dreißig Sekunden auf den Bildschirm legt.

4. Niemand findet sie

Eine Website, die bei Google nicht auftaucht, ist ein Prospekt in einer verschlossenen Schublade. Der häufigste Grund: Die Seite benennt nirgends, was angeboten wird und wo. „Wir stehen für Qualität und Leidenschaft" ist kein Suchbegriff. „Elektriker Rheine" schon.

Wie das konkret geht, steht in unserem Beitrag zu lokalem SEO und dem Google-Business-Profil.

5. Es gibt keinen Grund, Ihnen zu glauben

Ein fremder Besucher hat keinen Anlass, Ihnen Geld anzuvertrauen. Was fehlt, ist fast immer dasselbe:

  • Echte Fotos statt Symbolbildern. Jeder erkennt ein Stockfoto, und es sagt: Wir zeigen uns nicht gern.
  • Namen und Gesichter. Wer arbeitet hier? Wen bekomme ich am Telefon?
  • Abgeschlossene Projekte mit Namen, nicht „ein Kunde aus der Region".
  • Aktuelle Bewertungen. Wie Sie die systematisch bekommen, ohne hinterherzutelefonieren, steht hier.
  • Preise, zumindest eine Größenordnung. Wer sie verschweigt, verliert die, denen der Preis wichtig ist — und das sind nicht nur die Billigen.

6. Die Marke ist beliebig

Das klingt nach Design, ist aber ein Vertriebsproblem. Wenn Ihre Website austauschbar aussieht — dieselbe Vorlage, dieselben Bilder, dieselben Sätze wie bei drei Mitbewerbern — dann entscheidet der Preis. Nichts anderes bleibt übrig.

Eine erkennbare Handschrift muss nicht teuer sein. Sie besteht meist aus drei Dingen: einer eigenen Bildsprache (Ihre Arbeit, Ihre Leute, Ihr Ort), einer Tonlage, die zu Ihnen passt, und dem Mut, etwas nicht zu sagen. Wer alles anbietet, wird für nichts gerufen.

Womit anfangen

In dieser Reihenfolge:

  1. 1Einen klaren Anfrage-Weg auf jede Seite. Ein Nachmittag.
  2. 2Fotos verkleinern und die Ladezeit messen. Ein Nachmittag.
  3. 3Google-Business-Profil vollständig ausfüllen. Zwei Stunden.
  4. 4Echte Referenzen ergänzen. Läuft nebenher.

Die ersten beiden Punkte kosten nichts außer Zeit und wirken sofort. Alles Weitere ist danach leichter zu beurteilen.

Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre Seite konkret steht: Der Website-Check misst Tempo, SEO und Barrierefreiheit und schickt Ihnen das Ergebnis schriftlich. Kostenlos, ohne Anmeldung, Ergebnis direkt auf dem Bildschirm.

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